Meine Intention war, in meinem Prozesstagebuch über die Prozesse zu berichten, die ich selbst führe, um gegen den jahrelangen Rufmord an meiner Person  anzugehen. Nun finde ich mich selbst jedoch sprichwörtlich auf der Anklagebank wieder.

Der Prozess, der sich über viele Jahre hinweg mit schlimmsten Beleidigungen meiner Person auseinandersetzte, wird neuerdings durch einen Untersuchungsausschuss des Landtages geprüft. Die Opposition ist der Meinung, der letzte Ausschuss sei nach zwei Jahren zu keinem umfassenden Abschluss gekommen. Bei der diesbezüglichen Abstimmung im Landtag enthielt sich die Koalition.

Zwar erwähnt mich der MDR in seinem aktuellen Beitrag nicht in rufschädigender Art und Weise, vor einem negativen Umfeld bin ich jedoch nicht geschützt: Wiederum fällt mein Name in Zusammenhang mit der „Korruptionsaffäre“ oder dem „Sachsensumpf“ und es ist vom „Fall Klockzin“ die Rede. Dabei hatte die Staatsanwaltschaft Dresden befunden, dass keiner der Vorwürfe gegen mich Bestand hatte (wie es zu den Anschuldigungen kam, können Sie unter "Der Fall Martin Klockzin" nachlesen).


Da die Medien die Berichterstattung gerade erst wieder aufgenommen haben, rechne ich mit einer Flut neuer Veröffentlichungen. Die Erfahrung lehrt mich, dass einige Publikationen weniger neutral berichten und auch schlechter recherchiert sein werden als der MDR aktuell. Leider werden meiner Verleumder durch die Berichterstattung weiteres Öl in das Feuer gießen – ich rechne mit weiteren anonymen Anschuldigungen in Gästebüchern, Blogs und Wikis. Anschuldigungen, die es auch auf meiner eigenen Webseite für Opfer von Rufmord im Internet bereits gegeben hat.

Im Juni werden die Mitglieder des Ausschusses gewählt und dann werden sich die Untersuchungen wiederum über mehrere Jahre erstrecken. Die letzte Untersuchung dauerte zwei Jahre.

Unwohl ist mir auch bei der Tatsache, dass die Medien, nicht die Betroffenen, zuerst über den Untersuchungsausschuss informiert wurden. Ich selbst musste davon erst über die Presseorgane erfahren.

Meinen Traum von einer vollständigen Rehabilitation im Internet und von gestärkten Persönlichkeitsrechten im Internet verfolge ich mit meiner Webseite www.rufmordopfer.com dennoch unbeirrt weiter.


Ihr,
Martin Klockzin